Das Gezerre um das Rentenpaket wurde als Konflikt zwischen Jung und Alt inszeniert. Es gibt aber keinen Generationenkonflikt, sondern Attacken gegen den Sozialstaat. Die Bundesregierung wollte das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent festschreiben: Wer 45 Jahre zum Durchschnittsverdienst arbeitet und in die Rentenkasse einzahlt, erhält 48 Prozent des Durchschnittsverdienstes als Rente. Schon das ist zu wenig, um Altersarmut zu verhindern. Wäre das Rentenpaket aber im Bundestag durchgefallen, stünde sogar dieses niedrige Niveau infrage. An der Linken sollte es deshalb nicht scheitern, es zu stabilisieren. Die Renten würden sonst noch weiter sinken. Altersarmut ist damit aber noch lange nicht besiegt: Dazu muss das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent steigen und eine solidarische Mindestrente von 1.400 Euro netto für alle eingeführt werden, die darauf angewiesen sind. Die Linke steht zudem für den abschlagsfreien Renteneintritt mit 65 oder nach 40 Beitragsjahren. Das ist möglich, wenn alle gerecht in die Rentenkasse einzahlen - auch Selbstständige, Beamte und Abgeordnete.
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